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Ultramarinblau wirkt kühler und blauer als das gesättigtere Französisch-Ultramarin. Abgesehen von der Farbtemperatur sind beide Blautöne gleich lichtecht, beständig und transparent. Ultramarinblau ist in konzentrierten Lasuren etwas weniger körnig. Für weniger Farbsättigung, weniger Sedimentation und geringere Kosten kann man Ultramarinblau pur für leuchtende, kreideartige Farben oder gemischt mit einem kühlen Rot für dunkle, effektvolle Neutraltöne verwenden.
Ultramarinblau und Französisch Ultramarin Beide enthalten das Pigment PB29, aber Ultramarin hat eine kleinere Pigmentpartikelgröße und ist etwas grüner und kühler als Französisch-Ultramarin, das eine größere Pigmentpartikelgröße aufweist und etwas rötlicher und wärmer ist.
Ausgehend von einem Mischverhältnis von 10 Teilen Wasser zu 1 Teil Farbe (nach Gewicht) auf der Palette, trägt unser Chemiker die obere Hälfte des Farbmusters gleichmäßig mit einem Rundpinsel auf, um Farbton und Eigenschaften der Farbe zu veranschaulichen. Für die untere Hälfte taucht er einen 19 mm breiten Flachpinsel nur einmal in das Farbgefäß und trägt die Farbe dann streifenweise auf, bis der Pinsel trocken ist. Dadurch werden Farbton und Farbverhalten durch einen lasierenden Effekt sichtbar. Diese Farbmuster verwenden wir zur Farbabstimmung im Herstellungsprozess.




