Gouache Gouache ist ein wunderschönes Medium, und ich freue mich sehr über seine wieder gestiegene Beliebtheit in den letzten Jahren. Ich male seit etwa 2017 regelmäßig mit Gouache. Die einfache Handhabung und Reinigung haben mich anfangs begeistert, aber die leuchtenden, reinen Farben und die Vielseitigkeit haben mich bis heute überzeugt.
Mein Vorgehen variiert je nach Motiv und Stimmung, aber meistens beginne ich mit einer Skizze, gefolgt von einer sehr lockeren und stark verdünnten Grundierung. Dann lege ich die dunkelsten und hellsten Stellen fest und arbeite mich zu den mittleren Tonwerten vor. Es ist wichtig, die dunklen und hellen Bereiche getrennt zu halten, da die Farben leicht verschwimmen können, weil die Farbe reaktiviert werden kann. Reaktivierung bedeutet, dass ein getrocknetes Pigment durch erneutes Anfeuchten wieder verarbeitbar wird. Das ist es, was viele an Gouache schätzen und gleichzeitig als Herausforderung empfinden – sie lässt sich so leicht entfernen, kann aber schwierig sein, wenn man versucht, mehrere Schichten übereinander aufzutragen.
Gouache-Bilder lassen sich dank ihrer matten Oberfläche leicht fotografieren, sollten aber dennoch hinter Glas gerahmt werden, es sei denn, man bevorzugt eine lackierte oder gewachste Oberfläche. Für alle, die noch nicht viel Erfahrung mit Gouache haben, hier ein paar Tipps:
- Verwenden Sie hochwertiges Papier – Ich liebe die Textur von kaltgepresstem Kaffee, aber Sie sollten auch mit dem glatteren, heißgepressten Kaffee experimentieren, um herauszufinden, was Ihnen am besten gefällt.
- Sei geduldig Einer der häufigsten Fehler, den ich sehe, ist, dass die unteren Farbschichten nicht ausreichend trocknen, bevor man mit der nächsten Schicht beginnt. Wenn man keinen Nass-in-Nass-Effekt erzielen möchte, sollte man einige Minuten warten, bis die Farbe getrocknet ist.
- Besprühe deine Paletten – Ich habe immer eine Sprühflasche mit Wasser griffbereit und achte darauf, meine Palette regelmäßig gut zu besprühen, damit die Farben eine feuchte Konsistenz behalten.
- Nicht sparen Es bringt nichts, mit der Farbe zu sparsam umzugehen und nur winzige Tropfen auf die Palette zu geben. Füllen Sie die Farbnäpfchen und verwenden Sie die Farbe großzügig! Wenn Sie Gouache stark verdünnen, sieht sie nur wie normale Aquarellfarbe aus, und Sie verlieren das Besondere an Gouache.
- Fehler machen Ich führe Demos bewusst ohne große Planung durch, damit die Zuschauer in Echtzeit sehen können, wie ich Fehler behebe, falls welche auftreten. Fehler sind normal – wichtig ist, zu lernen, wie man sie behebt.
Ich muss gestehen, Gouache ist nicht das einzige Medium, das ich liebe. Ich verwende Ölfarben Ich verwende Ölfarben ebenfalls und finde, dass sie eine hervorragende Ergänzung zu Gouache darstellen. Oft werde ich gefragt, welche Farbe meine Lieblingsfarbe ist, und ich kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Gouache lässt sich in der Regel schneller verarbeiten und bietet hellere und leuchtendere Farben. Sie eignet sich gut für Blumenmotive und detailreiche Darstellungen. Sehr dunkle Farben können mit Gouache aufgrund des matten Finishs schwierig zu erzielen sein. Ölfarben sind meist viel satter – man kann einen weicheren Farbverlauf erzielen und die Farbe besser verteilen. Ich empfehle, so viel wie möglich auszuprobieren und zu experimentieren, um herauszufinden, was am besten zu Ihnen passt. Viel Spaß beim Malen!







