Dies ist das erste Mal, dass ich mich eingehend mit dem Thema einer Aquarellserie von Vögeln auseinandergesetzt habe. Ich wollte mich nie auf einen bestimmten Malstil festlegen, aber die Naturbeobachtung steht für mich an erster Stelle, und Vögel sind ein wesentlicher Bestandteil der Natur. Man könnte mich als Vogelbeobachterin bezeichnen – ich studiere ihre Bewegungen, ihre Haltung und all die Rhythmen, die sie erzeugen. Vögel haben einen wunderbaren Rhythmus – ich liebe die Art, wie sie miteinander kommunizieren, es ist ein wahrer Augenschmaus.

Ich habe eine lange Verbindung zu Vögeln. Als Kind ging ich oft in den Zoo, um sie zu beobachten und zu zeichnen. Im ersten Studienjahr belegte ich dann einen Kurs namens „Vogelkunde“, der mich wieder in den Zoo führte, um Skizzen anzufertigen. Einmal wurde ich von einer Gruppe Strauße verfolgt! Das war damals wirklich beängstigend (heute finde ich es etwas lustig), und an diesem Tag rannte ich so weit wie möglich vom Zoo weg.

Um visuelle Vorlagen für diese Gemälde zu erstellen, habe ich eigene Fotos gemacht und auch im Internet recherchiert. Vögel bleiben nie lange an einem Ort, daher sind Referenzfotos unerlässlich. Vögel zu malen kann sehr anspruchsvoll sein; man muss sie genau studieren, um den Eindruck eines echten Vogels und nicht den einer Spielfigur zu erwecken. Ich arbeite sehr gerne mit Motiven, die eine starke Textur aufweisen, wie Vögel. Ich glaube sogar, dass alles im Leben eine Textur besitzt, selbst die Art, wie wir sprechen, uns verhalten und essen.

Ein weiterer Grund für die Entstehung dieser Serie war, dass ich gerne versuchen würde, etwas zu malen, bei dem ich möglichst viele meiner DANIEL SMITH-Farben verwenden könnte. Wasserfarbenstifte So viele wie möglich – ich habe das komplette Set mit 51 Farben zum Geburtstag geschenkt bekommen. Zum Glück gibt es bei Vögeln unzählige Farbtöne!