Ich entwickelte diese Methode, Aquarellfarben in klarem Wasser fließen zu lassen, nachdem ich die oft fließenden Übergänge zwischen den Formen in der Natur beobachtet hatte. Ich wende sie in Kombination mit anderen Techniken an – als erste Farbschicht, auf einer Untermalung oder als Teil eines mehrschichtigen Gemäldes. Der Prozess ist im fertigen Bild nicht erkennbar und verdeckt daher nicht den persönlichen Stil des Künstlers. Vollständige Kontrolle ist nicht möglich, und gelegentliche Farbspritzer erfordern kreative Lösungen! Die Farben vermischen sich in unterschiedlichen Verhältnissen, sodass kein Bild dem anderen gleicht.
Diese Technik eignet sich hervorragend, um Motive schnell vor Ort anzulegen, Formen für ein besseres Design zu verbinden und einfache Schichten zu komplexen Gemälden aufzubauen. Sie funktioniert gut mit allen möglichen Motiven wie Bäumen, Figuren, Städten, Blumen und abstrakten Formen.

Nimm etwas Wasser auf deinen Pinsel und zeichne eine Form, die durchgehend ist und mindestens eine Kante des Papiers berührt. Fülle die gesamte Form mit Wasser und verwende so viel Wasser, wie die entstandene “Rinne” aufnehmen kann, ohne dass etwas überläuft. Gib anschließend transparente Pigmente auf die Wasseroberfläche.
Bei dieser Technik male ich mit einem in klares Wasser getränkten Pinsel eine zusammenhängende Gruppe von Formen und berühre die Wasseroberfläche anschließend mit einem anderen, mit transparentem Pigment gefüllten Pinsel. Indem ich das Papier vorsichtig hin und her neige, bevor ich die überschüssige Flüssigkeit abgieße, kann ich mein Motiv mit klaren Farbmischungen darstellen.

Kippe das Papier, damit die Farben ineinanderfließen. Verfeinere die Formen und gieße überschüssiges Wasser ab. Achte darauf, Wasser und Pigment in ansprechende und nützliche (und nicht willkürliche) Formen zu bringen, bevor du die überschüssige Flüssigkeit abgießt.

Lassen Sie das Gemälde vollständig trocknen und tragen Sie dann weitere Farbschichten auf oder vollenden Sie es mit Ihren eigenen Techniken.

Ich experimentiere ständig mit neuen Farbkombinationen, um meine Arbeit abwechslungsreich und unvorhersehbar zu gestalten. Transparente Pigmente vermischen sich besser und schwimmen auf der Wasseroberfläche als deckende, daher eignen sie sich besser für das Malen mit klarem Wasser. Die von mir verwendeten DANIEL SMITH Aquarellfarben umfassen: Anthrachinonrot, Bordeaux, Carbazolviolett, New Gamboge, Phthalo-Türkis, Rosa Ultramarin, Saftgrün und die Chinacridone; Gebranntes Orange, Koralle, Gold, Magenta Und Violett.
TIPPS: Synthetische Flachpinsel mit scharfen Kanten eignen sich am besten, um die Farbe bis zum Rand der Wasserform aufzutragen. Die Spitze eines Rundpinsels kann die Wasseroberfläche durchbrechen und unschöne Farbpunkte auf dem Papier erzeugen. Ungespanntes, 140 lb schweres, kaltgepresstes Papier mit intakter Leimung nimmt das Wasser in der entstandenen Mulde besonders gut auf.





