Der DANIEL SMITH Essentials Aquarellset Mit sechs Farben ist dieses Set genau das Richtige für den Sommer! Die Pigmente wurden sorgfältig ausgewählt, um Ihnen eine breite Farbpalette und vielfältige Nuancen zu bieten. Durch das Mischen der Farben sind die Möglichkeiten schier unendlich!

Schritt 1
Ich beginne mit einer Skizze mit einem 2B-Bleistift auf 300 g/m² starkem, kaltgepresstem Papier. Besonders achte ich auf den Zwischenraum zwischen Blüten, Stängel und Blättern. Ich möchte Abwechslung schaffen, daher skizziere ich nur so viel, dass die Grundformen erkennbar sind, aber nicht zu viel. Ich möchte mir Raum für die Entwicklung neuer Formen im Malprozess lassen.

Schritt 2
Ich verwende transparente Farbe, um Lasuren aufzubauen. Um die drei Farben aus dem Essentials Set für die Untermalung auszuwählen, fertige ich zahlreiche Farbmuster an. Die Farbe muss die gleiche Konsistenz haben, damit sie sich auf dem Papier gut vermischen lässt. Ich suche nach interessanten Kombinationen – wie sie sich im nassen Zustand mischen, Farbspektrum, Helligkeitsabstufungen und ob sie zu meinem Motiv passen. Ich habe mich für Hansagelb Hell (HYM), Chinacridonrosa (QR) und Phthaloblau GS entschieden.

Schritt 3
Ich befeuchte das gesamte Papier mit klarem Wasser und trage die drei Farben nacheinander auf die feuchte Oberfläche auf. Ich male schräg, damit sich die Farben beim Malen vermischen. Ich bearbeite die Oberfläche nicht zu stark mit dem Pinsel, sondern lasse die Farben auf dem Papier vermischen. Anschließend vollständig trocknen lassen.

Schritt 4
Ich arbeite weiterhin mit meinen drei ursprünglichen Farben, nehme aber zusätzlich Französisch Ultramarin und Neu-Gamboge hinzu. Jede neue Farbe vermischt sich mit einer der ersten. Ich beginne oben und arbeite mich mit einer Mischung aus Französisch Ultramarin und Neu-Gamboge nach unten. Um die Blütenformen herauszuarbeiten, male ich harte Kanten. Beim Weiterarbeiten verstärke ich die Grüntöne mit Phthaloblau GS. Vollständig trocknen lassen.
Schritt 5
Ich beginne, die Blüten mit einer Mischung aus Chinacridonrosa und Pyrrolscharlachrot zu definieren. Die Oberfläche ist vollständig trocken. Da sich die Form dem Licht zuwendet, entstehen unterschiedliche Konturen. Formschatten haben weiche, Schlagschatten hingegen harte Kanten. Die Konturschatten verwische ich mit klarem Wasser. Anschließend vollständig trocknen lassen.
Schritt 6
Im letzten Schritt male ich die dunkelsten Stellen, die kleinsten Formen und füge die letzten Details hinzu. Ich konzentriere mich darauf, die Formen herauszuarbeiten (Negativmalerei), um Stängel und Blätter anzudeuten. Auf meiner Palette mische ich zwei Farbtropfen Phthaloblau GS und Hansagelb Hell. Ich lasse diese beiden Tropfen leicht ineinanderfließen, achte aber darauf, dass sie sich nicht zu stark vermischen. Jeder Farbauftrag mit dem Pinsel führt zu einer leichten Farbveränderung. Außerdem träufle ich etwas Chinacridonrosa in den dunkelsten Grünton unterhalb der größten Blüte. Die unerwartete Wärme belebt den Bereich.
Zum Schluss füge ich die letzten Details hinzu. Ich beginne mit der Mitte der größten Blüte, indem ich Phthaloblau GS verwende und, solange die Farbe noch feucht ist, einen Hauch Neugamboge hinzufüge. Anschließend male ich die dunkelsten Schatten auf die Blütenblätter. Dafür mische ich Französisch Ultramarin und Chinacridonrosa zu einem rötlichen Violett. Die größte Farbsättigung wird in den dunkelsten Schatten erzielt.
Ich hoffe, Ihnen hat diese kurze Vorführung gefallen. Falls Ihnen diese Farben bisher unbekannt waren, hoffe ich, dass ich Ihnen ihre wunderbare Transparenz, Farbtiefe und Mischbarkeit nähergebracht habe!






