Angela Barbi Sie schaltete sich am Freitag, den 11. März, live aus Spanien via Zoom zu, um uns Einblicke in ihre Aquarelltechniken zu geben.
Hier ein kurzes Interview mit Angela
Warum machst du Kunst?
Aus purer Freude, um Vergnügen zu empfinden und meine Gefühle frei auszudrücken. Es ist eine Verbindung zu meinem Innersten und ein sinnliches Vergnügen am Umgang mit Farbe. Kunst lässt mich ganz und integriert werden, eine Einheit mit mir selbst und mit dem Rest des Werkes.
Wie lange malen Sie schon?
Seit etwa 28 Jahren.
Haben Sie eine formale künstlerische Ausbildung genossen?
Ich zeichne seit meiner Kindheit, besuchte aber erst als Erwachsene eine Kunstschule. Etwa zehn Jahre lang absolvierte ich eine Ausbildung in Kunsttherapie an Rudolf Steiners Schule für Anthropologie und Kunsttherapie in Barcelona, basierend auf Goethes Farbenlehre. Anschließend bildete ich mich im klassischen Zeichnen weiter und besuchte später Meisterkurse moderner Künstler.
Hattest du einen Mentor?
Ja, mein Anthroposophie-Lehrer seit etwa 15 Jahren.
Sind Sie ein professioneller Künstler oder ein Hobbykünstler?
Malen ist mein Hobby. Ich bin keine professionelle Künstlerin, arbeite aber bei den von mir organisierten Malreisen mit professionellen Künstlern zusammen.
Was inspiriert dich?
Die Natur ist meine wichtigste Inspirationsquelle, aber auch die Menschen. Und meine Stimmung und meine Gefühle. Was die Maler betrifft, die mich inspirieren, so würde ich alle französischen Impressionisten nennen: Van Gogh, Kandinsky, Chagall, Picasso und Miró.
Malst du jeden Tag?
Ich würde es sehr gerne tun, aber ich schaffe es nicht – nur ein paar Tage pro Woche.
Malst du ein Bild nach dem anderen oder arbeitest du an mehreren gleichzeitig?
Ich kann mehrere Vorskizzen oder Aufwärmübungen gleichzeitig anfertigen, aber wenn ich die endgültige Version male, ist es immer nur ein Gemälde auf einmal.
Erstellen Sie zuerst ein Konzept?
Manchmal fertige ich mehrere Konzeptzeichnungen an, bis ich den richtigen Ausdruck für meine Idee gefunden habe. Diese entwickle ich dann im größeren Gemälde weiter, das sich mitunter wieder völlig unterscheidet. Ich lasse mich gern vom Malprozess selbst leiten und folge ihm.
Welche Musik hörst du beim Malen?
Viele Musikrichtungen, insbesondere solche, die mir helfen, mit meiner Seele in Kontakt zu treten, wie Jazz, Bossa Nova (MPB), Mantras, Liedermacher.
Malen Sie lieber im Atelier oder im Freien?
Ich liebe das Malen im Freien in einer wunderschönen Umgebung, finde es aber aus praktischer Sicht schwierig. Ich brauche viel Platz, um mich wohlzufühlen. Deshalb male ich lieber im Atelier. Kleine Skizzen kann ich aber im Freien anfertigen.
Wie viele Kernfarben verwenden Sie?
Vielleicht so 15 bis 20 Farben, das hängt aber stark vom Motiv ab. Ich experimentiere viel, aber etwa 10 sind meine absoluten Lieblingsfarben.
Tuben, Pfannen oder Stäbe?
Definitiv Tuben, aber manchmal benutze ich auch Stöcke und Pfannen, besonders bei der Freilichtmalerei.
Verwenden Sie Maskierungsflüssigkeit?
Ich nutze es nicht oft, aber ab und zu schon. Ich setze mir ungern Grenzen, also nutze ich es, wenn es dem Endergebnis und meinem Vergnügen dabei hilft. Grenzen überwinden ist mein Mantra.
Woran erkennen Sie, dass Ihr Werk fertig ist?
Das Bild selbst spricht meist zu mir, deshalb lerne ich, ihm zuzuhören und seine Sprache zu verstehen. Malen ist ein Dialog zwischen mir und dem Papier, den Materialien und dem Wasser. Für mich geht es also darum, mit dem Bild zu sprechen und ihm zuzuhören und schließlich eine Übereinkunft zu erzielen.
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