Hier ist eine Frage-und-Antwort-Runde mit Valentyna Kefalianakis

Warum machst du Kunst?
Ich brachte mir das Zeichnen selbst bei, als mir der Büroalltag zu anstrengend und eintönig erschien. Jeder Tag schien gleich, und ich fühlte mich gelangweilt und isoliert, selbst bei großen Aufgaben. Das Zeichnen von Grund auf brachte Freude, Neugier und Achtsamkeit zurück in mein Leben. Ich begann, die Schönheit in kleinen, alltäglichen Momenten wahrzunehmen und erkannte, wie viel Wunderbares uns umgibt, oft zum Greifen nah, wenn wir nur innehalten und aufmerksam hinschauen. Malen ist für mich eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, Neues zu entdecken und das Gewöhnliche wie das Außergewöhnliche gleichermaßen zu feiern.

Wie lange malen Sie schon?
Ich male seit 2015.

Haben Sie eine formale künstlerische Ausbildung genossen?
Nein, ich habe keine formale Kunstausbildung. Meine künstlerische Weiterbildung ist autodidaktisch und wurde durch Workshops mit professionellen Künstlern, Online-Kurse, Bücher und, am wichtigsten, durch kontinuierliches Üben geprägt.

Sind Sie ein professioneller Künstler oder ein Hobbykünstler?
Ich betrachte mich als Hobbykünstler. Malen ist meine Leidenschaft, meine Meditation und meine Art, mit der Welt in Kontakt zu treten. Es ist ein persönlicher Raum für Reflexion, Neugier und Freude. Neben der Kunst verfüge ich über zwei Universitätsabschlüsse in Linguistik und Germanistik sowie einen MBA mit Schwerpunkt Controlling. Derzeit arbeite ich als Senior SAP Key User im Finanzbereich. Dieser berufliche Hintergrund prägt maßgeblich meine Disziplin, meinen Fokus und meine Herangehensweise an kreatives Schaffen.

Wer oder was inspiriert dich?
Der Frühling ist meine Lieblingsjahreszeit, besonders wenn die Magnolien blühen. Ich liebe sie sehr und kehre in meinen Arbeiten immer wieder zu ihnen zurück. Auch alltägliche Gegenstände im Stadtbild inspirieren mich. Ich habe ein eigenes Skizzenbuch im A4-Format, das ausschließlich mit Mülleimern gefüllt ist. Freunde und Follower aus aller Welt schicken mir Fotos von ungewöhnlichen Mülleimern, die ich dann gerne skizziere. Schönheit findet sich oft an den unerwartetsten Orten.

Welche Musik hörst du beim Malen?
Ich liebe die Stille. Malen ist für mich ein Moment der Einsamkeit. In der Stille fühlt sich meine Seele ruhig, freudig und ganz im Hier und Jetzt an.

Hattest du einen Mentor?
Zwei Bücher spielten eine entscheidende Rolle in meinem Leben. Lange Zeit glaubte ich, ich sei nicht kreativ, weil ich nicht zeichnen konnte. 2011 las ich Der Weg des Künstlers Ich lernte Julia Camerons Buch kennen und erkannte, dass Kreativität sich nicht nur aufs Zeichnen beschränkt. Sie ist eine Art zu denken, zu leben und sich auszudrücken. Durch die Übungen im Buch entdeckte ich mich unerwartet selbst und erkannte, dass Kreativität schon immer in vielen Lebensbereichen präsent war, vom persönlichen Stil bis zur Problemlösung. Drei Jahre später, 2014, begann ich, mit dem Zeichnen zu lernen. Zeichnen auf der rechten Gehirnhälfte von Betty Edwards. Diese Bücher öffneten mir die Tür zu meiner künstlerischen Reise und veränderten meine Herangehensweise an Leben und Kunst.

Malst du jeden Tag?
Ich skizziere jeden Tag, male aber aufgrund meiner begrenzten Freizeit seltener. An langen Sommertagen male ich oft nach der Arbeit.

Malst du ein Bild nach dem anderen oder arbeitest du an mehreren gleichzeitig?
Ich arbeite normalerweise in einem Atemzug und konzentriere mich jeweils auf ein Teilstück.

Erstellen Sie zuerst ein Konzept?
Wenn ich mich mit einem neuen Thema beschäftige und Komposition oder Farbe ausprobieren muss, fertige ich kleine Skizzen in Kreditkartengröße an. Das hilft enorm und ist eine Methode, die ich wärmstens empfehlen kann.

Malen Sie lieber im Atelier oder im Freien?
Ich male seltener im Freien, als ich es gerne würde. Wenn ich mich mit den Urban Sketchers treffe, zeichnen wir vor Ort. Die meiste Zeit male ich jedoch zu Hause.

Wie viele Kernfarben verwenden Sie?
In einem Aquarellbild, das die Hälfte eines Blattes groß ist, verwende ich meist nicht mehr als vier Farben. Weniger ist mehr. Die Farbpalette variiert je nach Motiv. In Stadtskizzen verwende ich mehr Farben, da der Stil illustrativer ist.

Röhren, Pfannen oder Stäbe?
Für meine Gemälde verwende ich ausschließlich frisch ausgedrückte Tubenfarben auf einer Keramikpalette. Die Farben wähle ich sorgfältig im Voraus für jedes einzelne Bild aus. Für Skizzen nutze ich hauptsächlich Näpfchen und Tuben zum Nachfüllen. Farbstifte verwende ich gelegentlich für besondere Effekte oder Highlights.

Verwenden Sie Maskierungsflüssigkeit?
Selten.

Woran erkennt man, dass ein Werk fertig ist?
Wenn die Kontraste stimmen, wenn helle Bereiche, Mitteltöne und dunkle Akzente klar definiert sind und Farbe, Helligkeitswert und Farbtemperatur im Gleichgewicht sind, wirkt das Gemälde vollendet. Ich strebe in jedem Werk nach Harmonie, Klarheit und Lebendigkeit.

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