Tomáš Fišera teilt einige ihrer liebsten Tipps und Tricks zur Aquarellmalerei.
Hier ein Interview mit Tomáš:
Warum machst du Kunst?
Ich stamme aus einer Künstlerfamilie und wurde daher immer gefördert und ausgebildet. Kreativität im Allgemeinen hat mir schon immer Freude bereitet. Ich verstand erst richtig, warum ich Kunst mache, als ich anfing, einfach den Schöpfungsprozess selbst zu genießen, ohne irgendwelche Hintergedanken. Für mich ist es ein ganzheitliches Erlebnis, ein Abenteuer und die Neugier, wie ich eine reale Situation in ein fertiges Gemälde verwandeln kann.
Wie lange malen Sie schon?
Fast mein ganzes Leben lang, mit einer Unterbrechung, als ich Abstand brauchte, um mir darüber klar zu werden, was ich malen möchte und warum. Nach dieser Pause begann ich, mich intensiver mit der Aquarelltechnik auseinanderzusetzen und sie mir genauer zu widmen.
Haben Sie eine formale künstlerische Ausbildung genossen?
Ich wurde von meinen Eltern, hauptsächlich von meinem Vater, unterrichtet, während ich gleichzeitig eine Kunstvorbereitungsschule und anschließend das Gymnasium besuchte. So lernte ich verschiedene Kunsttechniken kennen, wie Aktzeichnen, Grafik, Kalligrafie, Geometrie, Kunstgeschichte und so weiter.
Sind Sie ein professioneller Künstler oder ein Hobbykünstler?
Ich habe viele Jahre als Grafikdesigner gearbeitet. Jetzt liegt mein Fokus auf der Kombination von Kunst (90%) und Grafikdesign (10%), was für mich ein gutes Gleichgewicht darstellt.
Was inspiriert dich?
Ich lasse mich oft von alltäglichen Szenen in der Natur oder in der Stadt inspirieren. Am liebsten male ich im Freien. Mich interessiert, was Atmosphäre, Licht, Komposition, Gerüche und Geschichten angeht und welche Emotionen in mir geweckt werden. Ich möchte den Augenblick einfangen. Aber auch die Technik selbst mit ihrer Vielfalt und die Wahlmöglichkeiten im Malprozess inspirieren mich.
Welche Musik hörst du beim Malen?
Wenn ich im Freien male, höre ich keine Musik. Ich genieße die Verbindung zum Ort und lausche den Geräuschen der Umgebung, unterhalte mich mit Passanten oder lausche meinen Gedanken. Ich glaube, all das spiegelt sich im fertigen Werk wider. Im Atelier höre ich meistens älteren Alternative Rock wie die Pixies oder Radiohead, aber auch modernere Bands wie Depeche Mode, Björk und einige tschechische Künstler. Generell mag ich eine große Bandbreite an Künstlern und Stilen.
Hattest du einen Mentor?
Am meisten hat mir vor allem mein Vater beigebracht. Manchmal war es nicht einfach und manchmal zu viel für mich, aber er hat mir wirklich am meisten mitgegeben. Außerdem zwei Lehrer, einer von einer Privatschule und einer von einem Gymnasium. Ich kann auch meinen Freund dazuzählen. Ana Tyulpanova als Mentorin. Sie hat mir sehr geholfen, die Szene kennenzulernen, mich mit vielen Künstlerfreunden aus aller Welt bekannt gemacht und mir stets gute Ratschläge gegeben und hervorragend zusammengearbeitet.
Malst du jeden Tag?
Ja, mit seltenen Ausnahmen.
Malst du ein Bild nach dem anderen oder arbeitest du an mehreren gleichzeitig?
Meistens male ich ein Bild nach dem anderen. Das liegt vor allem daran, dass ich in der Regel in einem Durchgang male und dabei mit verschiedenen Feuchtigkeitsgraden experimentieren möchte. Oft geht es dabei um Sekundenbruchteile, die ich nicht verpassen will, besonders nicht im Freien.
Erstellen Sie zuerst ein Konzept?
Ich arbeite spontaner. Manchmal betrachte ich Studien als Lehrmaterial.
Malen Sie lieber im Atelier oder im Freien?
Ich male am liebsten im Freien, weil ich so Emotionen und Stimmungen authentisch einfangen kann, was für meine Arbeit unerlässlich ist. Das Atelier besuche ich nur im Winter, nachts oder wenn ich großformatige Bilder male, aber immer basierend auf meiner Erfahrung und meinen eigenen Eindrücken von einem bestimmten Ort.
Wie viele Kernfarben verwenden Sie?
Meine Grundpalette umfasst nur 8 Farben, weil ich gerne alles selbst mische und so die Harmonie im Gemälde, auch in einer Sammlung nebeneinanderliegender Bilder, bewahren möchte:
Kobaltblau; Ultramarinblau; Gebrannte Siena; Gelber Ocker; Lavendel; Hansagelb Mittel; Maya-Orange; Paynesgrau
Tuben, Pfannen oder Stäbe?
Tuben. Ich mag es, viel Pigment auf der Palette zu haben, weil ich so schnell arbeiten und große Pinsel verwenden kann.
Woran erkennen Sie, dass Ihr Werk fertig ist?
Ich arbeite gern mit einem Fokuspunkt und versuche, locker, aber gleichzeitig präzise zu arbeiten, sodass selbst kleine Akzente hervorstechen. Diese Akzente setze ich erst am Ende des Prozesses. Wenn der Fokuspunkt in der Komposition ausgewogen ist, weiß ich, dass ich dem Endergebnis nahe bin. Mir ist ein fast unfertiges Ergebnis lieber als ein überarbeitetes.
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