Sagaku bedeutet auf Japanisch Gleichgewicht. Ich fand, das passte perfekt zu diesem Bild, zu dem ich inspiriert wurde, als ich meine Reisschalen im Schrank stapelte. Ich war begeistert, wie sie sich mit jeder weiteren Schale neigten und verschoben. Ich arrangierte ein Stillleben in der Nähe meines Küchenfensters, als die Nachmittagssonne hereinströmte.
Dramatische Lichteffekte sind ein Element, das ich in jedes meiner Gemälde einfließen lasse. Ich liebe den starken Kontrast. Mein Stillleben habe ich aus verschiedenen Winkeln fotografiert und anschließend auf meinen Computer geladen. Dort entscheide ich, welches Foto die stärkste Komposition aufweist. Diese Komposition übertrage ich dann mithilfe selbstgemachten Transferpapiers auf mein Gemälde, um die Anzahl der Bleistiftlinien zu minimieren.

Für dieses Gemälde verwendete ich eine recht begrenzte Palette von DANIEL SMITH Aquarellfarben: Ultramarinblau, Indigo, eine Indigo/Sepia-Mischung für die dunkelsten Töne, Paynesgrau, Sepia und Chinacridongold.

Nachdem ich meine Zeichnung auf das Aquarellpapier übertragen habe, grundiere ich viele der dunkelsten Bereiche mit Graphit. Diese werden später mit Farbe übermalt und dienen mir als eine Art “Plan” für mein Gemälde. Ich male wie ein Puzzle: Ich beginne mit einem Bereich und vollende ihn, bevor ich zum nächsten übergehe. Bei diesem Bild habe ich oben angefangen und werde eine Schale nach der anderen fertigstellen.

Ich habe die obere Schale in diesem Bild fast fertiggestellt. Zuerst habe ich die dunklen Bereiche im Hintergrund angelegt, um sicherzustellen, dass die Tonwerte stimmen. Nachdem ich den dunklen Hintergrund aufgetragen hatte, merkte ich, dass der obere Rand der Schale nachbearbeitet werden muss. Mit meinem Synthetikpinsel habe ich den dunklen Hintergrund etwas “ausradiert”, indem ich ihn mit klarem Wasser befeuchtet und mit einem Papiertuch abgetupft habe. Anschließend habe ich den oberen Rand leicht angehoben, um ihn wieder zu begradigen. Bei so vielen Ellipsen in einem Gemälde ist es wichtig, zwischendurch innezuhalten und das Bild aus der Ferne zu betrachten, um sicherzustellen, dass die Schalen die richtige Form haben.

Ich arbeite mich meinen Schalenstapel Stück für Stück durch und vollende jeweils eine, bevor ich mit der nächsten beginne. Bisher habe ich in jeder Schale Ultramarinblau verwendet, um einen einheitlichen Gesamteindruck zu erzielen. Selbst in den Schattenbereichen findet sich ein Hauch Ultramarinblau. Die Ränder der Schalen habe ich mit Sepia bemalt und mit einem Hauch Chinacridongold wärmer gestaltet.

Ich beginne mit der sechsten Schale in diesem Bild. Es ist wichtig, die Bereiche, die am meisten Licht abbekommen, sehr hell zu halten. Um den Schalen eine runde Form zu verleihen, habe ich mit leichten Lasuren in Ultramarinblau gearbeitet, je weiter die Schale in die Schattenbereiche zurücktritt. Durch die Zugabe von etwas Indigo zur Lasur auf der rechten Seite der Schalen werden diese nach hinten hin allmählich dunkler. Die Gestaltung der Schalenränder ist besonders wichtig. Obwohl die Schale auf der rechten Seite im Schatten liegt, schimmert an den Rändern noch ein Hauch von Weiß oder Ultramarinblau durch.

Ich beginne gerade mit der siebten Schale in diesem Bild. Die sechste Schale war aufgrund des schlichten Musters größtenteils indigoblau, daher habe ich, wo es möglich war, leichte Lasuren in Ultramarinblau hinzugefügt, um die Kontinuität des Gesamtbildes zu verbessern.
Da der Hintergrund sehr dunkel ist, habe ich mich entschieden, die linke untere Ecke mit Ultramarinblau zu streichen. Anschließend habe ich meinen Namen mit Bleistift leicht über die getrocknete Farbe geschrieben. Danach habe ich meinen Namen mit Maskierflüssigkeit abgedeckt. Sobald das Bild fertig ist, werde ich die Maskierflüssigkeit mit einem Klebstoffentferner entfernen, und mein Name wird in Ultramarinblau sichtbar sein.

Ich beginne mit der siebten Schale in diesem Bild. Die sechste Schale war aufgrund des schlichten Musters größtenteils indigoblau, daher habe ich, wo es möglich war, leichte Lasuren in Ultramarinblau hinzugefügt, um die Kontinuität des Gesamtbildes zu verbessern. Da der Hintergrund sehr dunkel ist, habe ich mich entschieden, die linke untere Ecke ultramarinblau zu malen. Anschließend habe ich meinen Namen mit Bleistift leicht über die getrocknete Farbe geschrieben. Danach habe ich meinen Namen mit Maskierflüssigkeit abgedeckt. Wenn das Bild fertig ist, werde ich die Maskierflüssigkeit mit einem Gummikleber entfernen, und mein Name wird in Ultramarinblau sichtbar sein.
Durch die Lichtreflexionen entstehen interessante Formen in den Schalen. Es war eine Herausforderung, sie natürlich wirken zu lassen und nicht wie seltsame Formen. Dabei muss ich mich immer wieder daran erinnern, das zu malen, was ich sehe, und nicht das, was ich zu sehen glaube. Einige der unteren Schalen sind mit Paynesgrau lasiert, um die Schatten zu verstärken.
Hier ist das fertige Gemälde. Die untere Schüssel hat mir viel Spaß gemacht. Der mittlere Bereich hat eine große, glänzende Fläche. Um diesen Effekt zu erzielen, habe ich die Formen zunächst mit Paynesgrau und Ultramarinblau leicht angemalt. Anschließend bin ich mit klarem Wasser darübergegangen und habe die Farbe mit einem Papiertuch aufgenommen. Das gesamte Gemälde ist ein sehr interessantes Spiel von Licht und Schatten in einer fast monochromen Farbgebung.






